Mia sen die Kasmandla und bsuachen enk heit!

November 10th, 2015

Foto_KasmandlDie Kasmandl bewohnen, nach altem Volksglauben, die leeren Almhütten über die Winterzeit. Zu Martini am 11. November ziehen die Sennleute traditionell aus ihren Almhütten aus und die Kasmandl dann eben ein. Dabei gehen verkleidete Kinder von Haus zu Haus und erzählen Gedichte und Geschichten vom Kasmandl, vom Zwergl, der Sennerin und des Senner (Hoiter), vom Bauern und der Bäuerin und auch vom Stier und der Kranzkuh.

Ein Paar Beispiele für Kasmandlgedichte:

I bin’s Kasmandl vo da MĂĽhltaleroim
tua mi recht gfrein, tuats in die Schuala herobn gfoin.
Mountain Burger, Speck und Kas des mog i gean…
und dazua a lustigs Liadl vo unsere Lehrer hean.
 
I bin da Hoita, schoa ziemlich a oita.
Bin olle Tog mitn Vieh ganz alloa,
mei Jausnbankl des is just a Stoa.
Vo da Hittn heah i´s schrein „Hoita kim essn!“
Heit homs amoi nit auf mi vagessn.
 
I bin die Bäuerin und steh a mein Mann,
weil der schlaue Bauer alloa a nid ois ko,
I muaĂź schaun auf Haus, Hof und im Keller,
und dass wos obn is, auf de Teller,
tua vie Bee brocken,
und Strick mein Bauer wullane Socken,
dass`n dahom bei mia recht gfreit,
weil hiatz kimb jo de koite Winterzeit.
Es Viech gfreit se a schoa aufn wormen Stoi
und i bitt en Herrgott, dass ois gsundbleib`n soi.
 
I bin da Stier, hon 99 Kiah.
Oane ho i amoi valoang,
do hob i heit no an zoang.
Im Stoi bin i es wichtigste Tier,
schauts mi o, bin i nit a prächtiger Stier.
Drum bin i in da gonzen Gmoa,
fürn Nochwuchs zaständig gonz alloa.
 

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